Als die türkische Regierungspartei, AKP, sich nach den Parlamentswahlen im Jahre 2002 auf den Weg in die Europäische Union machte und die Macht der Generäle und Eliten der kemalistischen Schule begrenzen wollte, war sie eine reformoriente Erneuerungspartei. Die unter dem Diktat der Kemalisten leidende Bevölkerung, die Intellektuellen, Demokraten und Liberalen haben damals nicht gezögert, den Kurs der AKP zu unterstützen. Auch aus dem Westen, EU und USA, erhielt sie zunehmend Anerkennung und wurde international aufgewertet. Dies und die wirtschaftlichen Erfolge haben die AKP ermutigt, ihren Platz auf dem Sattel zu verfestigen und im In- und Ausland selbstbewusster aufzutreten oder sogar aufzutrumpfen.
So hat Regierungschef Erdogan nicht gezögert auf dem internationalen Parkett in Davos den israelischen Staatspräsidenten Peres der “barbarischen Kriegsführung“ zu bezichtigen, ohne sich zu erinnern, was er im eigenen Land gegenüber den Kurden praktizierte. (spiegel.de, 29.1.2009) (weiterlesen …)
Ciwan Haco, Şivan Perwer und andere kurdische Künstler unterstützen die syrische Revolution und fordern, die Rechte der Kurden in Syrien zu unterstützen
Anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens am 30. Oktober 1961 erinnern wir daran, dass unter den gemeinhin als türkisch-stämmig bezeichneten Migrantinnen und Migranten fast 30 Prozent Menschen kurdischer Herkunft sind. Vielen ist diese Tatsache bekannt, aber trotzdem werden z.B. Kurdinnen und Kurden so gut wie nie als solche öffentlich angesprochen. Fakt ist: Diese Menschen sind keine Türken.
Migration als ein transnationales Phänomen ermöglicht uns, der Vielfalt der Kulturen als eine Bereicherung zu Begegnen.
Als die ersten kurdischen Arbeitskräfte aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen hatten und im Rahmen des Anwerbeabkommens nach Deutschland gekommen waren, hatten sie erst hier die Möglichkeit ihre Sprache und Kultur, die in der Türkei verboten waren, zu pflegen. (weiterlesen …)
Welt.de: Tausende Menschen wurden unter den Trümmern der Häuser in Van begraben. Manche schöpften Hoffnung und wurden gerettet. Wenig später mussten auch sie sterben.
Als er vom Erdbeben in Van erfuhr, rief Adem Ilhan seinen Bruder Celik an. Adem arbeitet in Istanbul, aber sein Bruder lebt in Van – lebte zumindest, bis kurz nach dem Erdbeben. “Celik nahm den Anruf an, und ich war erst erleichtert”, berichtete Adem einem Reporter. Die Erleichterung wich Entsetzen, als Celik sagte, wo er war: Unter den Trümmern eines Kaffeehauses in Ercis, eine Stadt nicht weit von Van, die am schwersten von dem Beben verwüstet wurde.
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Ob “gute Führung” auch auf die türkische Regierung zutrifft, dass wird sicher in den nächsten Tagen diskutiert werden. Medial wirksam reiste Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan noch am Abend der Katastrophe ins Krisengebiet.
Aber Ankara hat internationale Hilfsangebote insbesondere aus Israel bislang ausgeschlagen. Man habe “bislang” alles im Griff, sagt die Regierung, die Opferbilanz sei “nicht so erschreckend, wie zunächst befürchtet”, und auch die medizinische Versorgung ist, so Gesundheitsminister Recep Akdag ausreichend. Es bestehe kein Anlass, Verletzte in entferntere Krankenhäuser zu bringen. Doch Mustafa Yardimci starb im Krankenwagen auf dem Weg nach Erzurum.
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
PRESSEMITTEILUNG Göttingen, den 18. August 2011
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verurteilt die Angriffe der türkischen Luftwaffe und Armee auf zahlreiche kurdische Dörfer im Nordirak als „unerhörte Aggression“ auf das friedliche autonome Irakisch-Kurdistan. Nach den Angriffen der PKK auf türkische Soldaten habe die türkische Regierung einmal mehr ihre Aggressivität gegen das gesamte kurdische Volk offenbart und Bergdörfer in den irakischen Distrikten Sidkan, Nawdash, Rawanduz, Zazawa und Kandil bombardiert. Außerdem wurden in der vergangenen Nacht Ziele in der Provinz Hakkari in der überwiegend von Kurden besiedelten Südosttürkei angegriffen. (weiterlesen …)
GfbV-Göttingen, den 20.06.2011 Syrien: Todesdrohungen sollen die kurdische Bevölkerung im Nordosten Syriens daran hindern, sich gegen Diktator Bashar al-Assad zu erheben. Wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen am Montag von kurdischen Gewährsleuten erfuhr, werden in der überwiegend von Kurden bewohnten syrischen Stadt Qamischli seit Tagen Flugblätter gegen kurdische Regimekritiker verteilt. Jeder, der an Demonstrationen gegen Assad teilnimmt, wird getötet, heißt es darauf. Auch bei Gesprächen zwischen Repräsentanten kurdischer Organisationen und manchen Vertretern dort seit 1975 ansässiger arabischer Stämme in Qamischli am vergangenen Samstag soll gedroht worden sein, dass alle erschossen werden, die zum Sturz von Assad aufrufen. Die kurdischen Organisationen wollen sich davon jedoch nicht einschüchtern lassen, sondern weiterhin von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen. (weiterlesen …)
Radyoya KurdFM li bajarê Mannheime Şahiya Newrozê amade dike. Şahî baldikişînî ser pîrozkirina Newrozê bi şêweya Başûre Kurdistanê. Ji bo vê hindê jî Hozanê ku wê di şahiyê de cih bigirin giş ji Basur in.
Bername:
- Xelîl Mewlanayî
- Ismail Mohammedi
- Mehrdad Şîroyî
- Dj Aso
Şahiya Newrozê bi piştgiriya Hêvigroup, Rojnameya Rûdaw, Civata Kurd Fulda, Kurdewari.com û cend Komaleyên Kurdan ji der û dora Mannheim û Heidelbeg tê amade kirin.
Herr Ismail Abdi ist deutscher Staatsbürger kurdischer Abstammung und lebte bis zu seiner Verhaftung in Syrien mit seiner Familie in Kiel. Er wurde am 01.01.1960 in Jagir Basar in Syrien geboren. Am 23.08.2010 wurde er von syrischen Sicherheitsbeamten am Flughafen von Aleppo festgenommen, als er nach einem Besuch in Syrien nach Deutschland zurückreisen wollte.
Seit Jahren setzt sich Ismail Abdi für die Wahrung der Menschenrechte und mehr Demokratie in Syrien ein. Er ist Vorsitzender des CDF (Komitee zur Verteidigung der demokratischen Freiheiten und der Menschenrechte in Syrien), Zweigstelle Deutschland, und kooperiert mit Menschenrechtsorganisationen im In- und Ausland. Herr Abdi hat auch unsere Menschenrechtsorganisation, die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), immer wieder mit wichtigen Informationen über die Lage in Syrien versorgt. Wie sehr ihm und seinen Angehörigen die Menschenrechte am Herzen liegen, zeigt auch das große Engagement seiner Tochter Farah Abdi: Sie arbeitet aktiv in unserer ehrenamtlichen Regionalgruppe in Schleswig-Holstein mit.
Die GfbV und seine Familie sind in großer Sorge um Ismail Abdi. Seit seiner Festnahme gibt es keine Informationen über seinen Aufenthaltsort und Gesundheitszustand. Auch seiner Familie wird jede Auskunft verwehrt. Sie hat bis jetzt auch keinen Kontakt zu ihm aufnehmen können. Seine Frau und seine Kinder befürchten, dass es ihm sehr schlecht geht. Denn er hat gesundheitliche Probleme, leidet unter starkem Asthma, Migräne und Magenproblemen. Entsprechende Medikamente führt er nicht mit sich.
Ismail Abdi hat vier Kinder im Alter von 20 ( Studentin), 17(Abiturient), neun und sieben Jahren (Grundschülerinnen). Die Familie lebt seit 1998 in Deutschland. Alle Familienmitglieder sind inzwischen deutsche Staatsbürger.
Tilman Zülch, Präsident der GfbV International hat an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere deutsche Politiker appelliert, sich für die sofortige Freilassung von Herrn Abdi einzusetzen.
>>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<<
Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples
P.O. Box 20 24 – D-37010 Göttingen/Germany
Nahostreferat/ Middle East Desk
Dr. Kamal Sido – Tel: +49 (0) 551 49906-18 – Fax: +49 (0) 551 58028
Nach zwei Monaten werden der Kioskinhaber, der Dönerverkäufer und der Hausmeister langsam ungeduldig, wenn ich sie immer noch auf Türkisch begrüsse. Mit wohlwollender Hartnäckigkeit sprechen sie Kurdisch mit mir, doch auch wenn ich die paar Floskeln, die ich kenne, gerne benutze, bin ich weit davon entfernt, diese Sprache auch nur ansatzweise zu beherrschen.
Ich hatte immer geglaubt, Kurdisch sei eine jener verlorenen Sprachen, deren letzte Sprecher bald aussterben. – Ich habe mich selten so gefreut, dass ich falsch gelegen habe.